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Frohe Ostern?

16. April 2017
La_Leonella

Für mich gilt es heute den Tag irgendwie rum zu bekommen, meine gesamte Family und so ziemlich alle Menschen mit denen ich heute den Tag am liebsten verbringen wollen würde, sind ausgeflogen. Da sitze ich nun, alleine vor meiner heißen Schokolade und meinem Stück Kuchen und anstatt Schokoosterhasen im Garten meiner Eltern zu suchen, arbeite ich. Muss ich mich ein bisschen verlassen fühlen? Vorhin hatte ich einen stillen Anflug von Panik, als ich vom dritten Cafe (alleine) abgewiesen wurde, weil alle Plätz von Familien und Pärchen reserviert waren. Da lief ich dann durch den Regen (das klingt theatralischer als es war), einen kleinen Kloß im Hals und meinen Laptop unterm Arm auf der Suche nach einem Car2go, der mir verwehrt blieb, da mein Handy abschmierte bevor ich den Wagen öffnen konnte. Toll! Ist das ein Ostern wie man es sich wünscht? Nicht wirklich, mittlerweile habe ich es überwunden, sitze in einem netten Cafe, teile mein „Elend“ mit dem ziemlich verkaterten Typen hinter der Bar und tippe Euch diesen kleinen Text. Und ich muss sagen, es geht mir immer besser, der Verkaterte hat einen exzellenten Musikgeschmack und vor mir sitzt eine (etwas zickige) Mutter mit Kind und Mann und irgendwie ist’s gerade auch ganz schön mal wieder allein zu sein und zu erkennen, dass es vollkommen in Ordnung ist. In diesem Sinne – Frohe Ostern! Und ich nehme meinen Satz vom Anfang zurück. Ps: Jetzt kommt sogar die Sonne raus!

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Ein bisschen Abschied …

6. April 2017
La_Leonella

Irgendwas ist anders … Eben habe ich darüber nachgedacht wie viele Jahre ich nun schon nach Kapstadt reise zum arbeiten (und genießen). Es sind in der Tat schon fast bzw. ich bin im siebten Jahr. Unglaublich, wenn ich mich zurück errinnere und noch ganz genau weiß wie ich mich gefühlt habe als ich das erste Mal südafrikanischen Boden betreten habe. Ich weiß noch ganz genau wer uns vom Flughafen abgeholt hat und wie ich staunend mit offenem Mund das erste Mal Richtung Cape Town gefahren bin, die Augen fest auf den Tafelberg gerichtet (sereal). So viele Eindrücke, so viele Erinnerungen, so viele Freunde, so viel Arbeit und genausoviel Spaß, Party und Sonnenuntergänge. Und irgendwie dachte ich immer, von Kapstadt würde ich niemals satt werden, Kapstadt meine zweite Heimat, wo ich fast mal für einen attraktiven jungen Mann hin gezogen wäre und wo ich mit die spannendste Zeit meines Lebens verbracht habe. Und jetzt, gerade zurück aus dem Paradies, fühlt es sich ein bisschen so an als bräuchte ich eine kleine Pause, als wäre etwas anders – was es ist weiß ich nicht, vielleicht habe ich mehr Heimat in mir und in Berlin in meiner Familie gefunden, vielleicht bin ich einfach älter geworden (das steht schon mal fest) und wünsche mir ein bissschen mehr Ruhe (also für meine Verhältnisse) und vielleicht wünsche ich mir auch, endlich mal irgendwo anzukommen. So wunderschön, so traumhaft und so hinreißend dieser kleine Fleck Erde auch ist, ich habe im Laufe der letzten Jahre auch viele traurige, unfaire, unverständliche und verstörende Momente am anderen Ende der Welt erlebt. Es sind eben doch zwei Welten und das tut schon manchmal ein bisschen weh. Ich will nicht sagen, ich verabschiede mich von Kapstadt, ich will nur sagen, ich brauch mal ne Pause, wie von einer langen berauschenden, intensiven Beziehung, manchmal hilft es einen Schritt zurück zu gehen und das große Ganze zu betrachten. Wer weiß was sich für neue Möglichkeiten auftun … Goodbye my Love I’ll see you – now now …

La_Leonella

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Mein Rezept zum Glück …

20. Dezember 2016
La_Leonella

Was soll ich sagen … die Zeit ist mal wieder verflogen, ein Augenschlag und schon waren die sechs Wochen rum. Das macht mir ein bisschen Angst und gleichzeitig weiß ich, dass genau das der Beweis dafür ist, dass es eine wunderbare Zeit gewesen sein muss. Viele neue, wunderbare Erinnerungen und Erlebnisse, neue Gefühle, alte Freunde … Dachte ich dieses Jahr noch vor Antritt meiner Reise, dieses Mal verliebe ich mich nicht wieder, dieses Mal komme ich zurück und werde nicht wehmütig sein. Falsch, es ist passiert wie jedes Jahr, ein Teil von meinem Herz ist und bleibt in Kapstadt. Woran das liegt .. ich kann es Euch sagen, es sind zum größten Teil die Menschen, es ist das Meer, die Power des Wassers, die Berge, das Licht, die Weiten, die Natur, das Essen, die Wärme, die Roadtrips und der Wein … Kapstadt ist für mich Freiheit, Lebensgefühl, Glück, Liebe. Und so soll es bleiben, Südafrika wurde ein Teil von mir und ich will es niemals wieder missen … Darum hier heute mein letztes Fototagebuch (vorerst) aus Kapstadt. Mit ein bisschen Glück darf ich aber schon im Februar wieder runter ..

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Auf der Suche nach der Zeit …

25. Oktober 2016
La_Leonella_goes_Cape_Town

Ehrlicher Weise habe ich überhaupt keine Lust diesen Beitrag hier zu schreiben, denn ich saß gerade über eine Stunde an einem wunderschönen Artikel, den mein dämlicher, zickiger Laptop dann mir nichts dir nichts, geschluckt hat. Einige von denen die selbst schreiben, wissen wie ärgerlich das ist…

Aber gut – ich versuch’s mal. Thema: Zeit. Zeit ist vermutlich unser wichtigstes Gut und wenn ich mich so zurück erinnere, dann war für mich Zeit lange gar nicht greifbar, fühlte sich als Kind ein Jahr noch so an wie ein ganzes Leben, fühlen sich zwölf Monate heute eher an wie vier. Ein Jahr komprimiert in ein viertel Jahr. Hatte ich nicht eben erst Geburtstag? Und jetzt ist schon wieder fast Weihnachten (und somit auch mein Geburtstag) und ich fliege nächste Woche, wie jeden Winter, schon wieder nach Südafrika. Wo ist die Zeit zwischen letztem und diesem Weihnachten geblieben? Nur noch eine Erinnerung – viele schöne, wunderbare Erinnerungen, Bilder – aber dennoch vergangen. Vor uns liegen etliche neue, spannende aber bestimmt auch nicht so tolle, Erlebniss – Erinnerungen. Doch wenn ich eins gelernt habe in den letzten Jahren, dann ist es das, dass ich nicht allzu wehmütig (wenn auch dankbar) zurück blicken, sondern mindestens genauso neugierig und aufgeregt in die noch (hoffentlich sehr lange) Zukunft und in das Jetzt blicken will. Umso mehr genieße ich die letzten Wintertage in Berlin, bis ich dann nächste Woche zurück nach Südafrika, zurück in den Sommer fliege – manche nennen es Flucht, ich nenne es Leben. Dieses Mal allerdings nicht drei Monate sondern „nur“ sechs Wochen – Weihnachten wird zu Hause verbracht.

Kapstadt hat vor vielen Jahren mein Leben angefangen mit zu prägen und hat sich ein Bisschen zu einem zweiten zu Hause entwickelt.  Dennoch weiß ich wo ich her komme und das ist auch gut so, ich liebe Berlin – dennoch möchte ich diesen Teil meines Lebens nicht missen und so gönne ich es mir (fast) jedes Jahr ein bisschen Lebensenergie an diesem wunderbaren Ort zu tanken – schließlich sollten wir unser Leben mit so vielen wunderbaren Bildern, Erinnerungen und Erfahrunen spicken wie nur irgend möglich. Selbstverständlich bin ich nicht nur unten um die Seele baumeln zu lassen, Kapstadt bedeutet auch immer viel Arbeit obgleich Sonne, Meer und positive Energien es sehr angenehm machen dort ein Bisschen Geld zu verdienen – eine perfekte Mischung eben. Was nach Kapstadt kommt? Noch unklar, erst mal Weihnachtsmärkte, mein Geburtstag und dann auf in’s nächste Jahr, das dann hoffentlich nicht so unverschämt schnell verfliegt wie dieses. In jedem Fall könnt Ihr Euch wieder auf tolle Bilder, Beiträge und Tipps rund um den südlichsten Zipfel Afrikas freuen.

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